Osterchallenge – Stück 2: Anstricken, Ostereiermuster
- HP Annette Di Fausto

- Feb 2
- 5 min read
Willkommen zur 2. Woche unserer Freudestricken-Osterchallenge!
Heute bauen wir direkt auf dem Stück von letzter Woche auf – und zwar ganz bewusst ohne abzuketten: Die Maschen bleiben auf der Nadel, damit wir nahtlos anstrecken können.
Genau das macht diesen Patchwork-/Streifenlook so lebendig: Es wächst weiter, statt dass wir Teile “abschließen” und später zusammennähen müssen.
Wenn du letzte Woche schon dabei warst: Perfekt – du kannst sofort loslegen.
Wenn du neu einsteigst, lies erstmal hier und stricke das erste Stück. Mit dickem Garn ist das schnell gemacht.
Sieh dir hier das Video an und lies unten die Anleitung:
1) Ausgangslage: Stück 1 bleibt auf der Nadel
Du hast dein Teil aus Woche 1 vor dir und die Maschen sind noch auf der Nadel. Du hast also nicht abgekettet, weil du später wieder an dieses Stück anstricken möchtest.
Wenn du austauschbare Rundstricknadeln nutzt (zum Draufschrauben): Du könntest jetzt Stopper aufschrauben.
Im Video: Es wird erwähnt, dass es auch so ziemlich unwahrscheinlich ist, dass etwas runterrutscht – aber Stopper sind natürlich trotzdem bequem, wenn du das Projekt mal weglegst.
2) Wechsel der Nadelstärke & warum du mehr Maschen brauchst
Für Stück 2 wird eine andere Nadelstärke genommen: Nadelstärke 5. Dazu kommt ein (im Vergleich) dünneres Garn.
Wichtig: Letzte Woche waren es 30 Maschen. Aber jetzt gilt:➡️ Andere Nadelstärke + anderes Garn = andere Maschenzahl, wenn die Breite ungefähr gleich bleiben soll.
Im Transkript wird als Referenz genannt:
In Woche 1: 30 Maschen aufgenommen
Es wurden 44 Reihen gestrickt (das wird kurz nachgezählt).
Und dann kommt ein super wichtiger Rand-Logikpunkt:
Randmaschen-Logik (weil du nicht jede Randmasche strickst)
Du machst am Rand ja typischerweise:
am Reihenende wird eine Masche abgehoben / am Reihenanfang wieder gestrickt (sinngemäß)
Dadurch gilt:
pro 2 Reihen entsteht am Rand “optisch” 1 Randmasche zum Einstechen
bei 44 Reihen → 22 Randmaschen/“Randlöcher” zum Maschen-Aufnehmen
Das ist die Grundlage fürs Anstrecken.
3) Zielmaß: wieder ca. 25 cm Breite
Es wird gemessen: 25 cm (ein Quadrat, 25 × 25 cm als Ziel).
Die Idee: Stück 2 soll von der Breite her wieder passen – auch wenn die Maschenzahl eben anders wird.
Dann kommt die “Banderolen-Rechnung”:
Auf der Banderole steht (Beispiel): 10 cm = 20–22 Maschen
Mit Nadelstärke 5 wird hier mit 20 Maschen / 10 cm gerechnet
Für 25 cm wären das grob:20 Maschen pro 10 cm → 50 Maschen pro 25 cm
Man kann später durch Dämpfen/Bügeln und ggf. “Anhäkeln” (Zusammenfügen) vieles ausgleichen.
Darum wird nicht exakt 50, sondern:
✅ 48 Maschen werden aufgenommen.
4) Maschen aufnehmen: von 22 Randlöchern auf 48 Maschen “hochrechnen”
Du hast:
22 Randlöcher (aus 44 Reihen abgeleitet)
willst aber 48 Maschen auf der neuen Nadel haben
Die Lösung im Video ist praktisch gedacht:
Aus vielen Randlöchern holst du 2 Maschen heraus
Zusätzlich nimmst du ein paar Extra-Maschen dazu (viermal zusätzlich, z. B. am Rand noch eine extra Masche)
So kommst du auf die Zielzahl 48 – ohne mathematischen Overkill.
So gehst du konkret vor
Neues Grundgarn nehmen (Grundfarbe)
In ein Randloch einstechen und Masche herausstricken
In das nächste geeignete Randloch einstechen und nächste Masche herausstricken
Immer wieder prüfen: Wo ist ein “gutes Loch”, wo kommst du sauber durch?
Manchmal ist es fummelig – besonders, weil das alte Garn ein Bändchengarn ist.
5) Profi-Trick: Faden gleich mit einweben (nicht vernähen müssen)
Das ist ein schöner Kniff:
Du lässt den Anfangsfaden nicht einfach hängen, sondern verwebst ihn direkt beim Maschen-Aufnehmen:
Der Faden ist ein bisschen “rumgewickelt”
Ziel: nicht am Ende vernähen
Vorgehen: Den Faden beim Einstechen/Abholen immer wieder ein bisschen mit umschlingen, sodass er sich “einwebt”
Du strickst um den hängenden Faden herum, wickelst ihn ein, und er ist nach wenigen Maschen schon so stabil, dass du ihn hängen lassen kannst.
6) Wenn’s “zerfasert”: Bändchengarn richtig treffen
Warum war das manchmal so kompliziert?
Weil das Garn ein Bändchengarn ist. Wenn du ungünstig einstichst, stichst du in das Band selbst hinein und ziehst Einzelfäden raus – wirkt dann schnell “strubbelig”.
Tipp aus dem Ablauf:
such dir ein typisches Loch / gutes Loch
lieber sauber durch das Randloch, statt in den Garnfaden zu stechen
7) Maschen zählen & eine unschöne Stelle korrigieren
Wenn du bei 48 Maschen angekommen bist: super.
Eine Stelle am Anfang sieht nicht gut aus?
Lösung:
diese Masche wird von hinten nochmal herausgeholt
erst mal “einfach so aus dem Faden aufgenommen”
später beim Stricken wird sie dann “sauber” mit verstrickt
Das ist genau der Freudestricken-Geist: korrigieren dürfen, ohne Drama.
8) Nach dem Aufnehmen: 2 Reihen glatt rechts, dann Ostereiermuster
Nachdem die 48 Maschen aufgenommen sind:
du strickst erstmal links zurück (Rückreihe)
dann: noch zwei Reihen glatt rechts (Hinreihe rechts, Rückriehe links)
und dann beginnt das Ostereiermuster
Achtung Randführung :
am Reihenende: vorletzte Masche stricken, letzte abheben
wenden
erste Masche rechts stricken
zurück (links)
So entsteht ein sauberer Rand und die Randlöcher bleiben gleichmäßig.
9) Ostereiermuster: das Grundprinzip (kurz & strickbar)
Das Muster ist ein Hin-und-her-Stricken in kleinen Abschnitten – dadurch entstehen diese “Eier”-Erhebungen.
Grundablauf für ein Osterei
6 Maschen hin
5 Maschen zurück
4 Maschen hin
3 Maschen zurück
2 Maschen hin
dann wieder normal weiter
Und in der Rückreihe:
das Gleiche “wie es erscheint” (also nach Strickbild)
Wichtiges Prinzip:
Es soll so wirken, dass es auf einer Seite kraus wird bzw. die Struktur sichtbar wird
Rückseite bleibt entsprechend “glatter” (im Transkript wird erklärt: hinten wirkt es glatt rechts, vorne glatt links bzw. kraus – je nach Abschnitt)
Farbwechsel & Faden einweben
Beim Start mit dem schönen “blasrosa” Garn wird der Faden wieder direkt mit eingewebt:
unter dem Faden durch
über den Faden rüber
wieder unter
wieder über
Nach ein paar Maschen ist er “gut verwebt”.
10) Versetzte Ostereier (damit es lebendiger wirkt)
Ostereier werden versetzt gestrickt – dadurch entsteht diese schöne, rhythmische Oberfläche.
Beispiel aus dem Ablauf:
erst 12 Maschen gestrickt, dann Osterei
im versetzten Durchgang wird gerechnet: 12 + 6, dann Osterei(also: du verschiebst den Startpunkt)
Das musst du nicht millimetergenau planen – du kannst dich an der Optik orientieren.
11) “Plastik”-Trick: in der blauen Reihe 2 Maschen über dem Ei nur abheben
Das ist ein Highlight-Tipp:
In der blauen Reihe (also wenn du wieder Grundfarbe strickst) wird’s plastischer, wenn du:
✅ über der Mitte des Ostereis die mittleren 2 Maschen nur abhebst und nicht strickst… und in der Rückreihe strickst du sie dann wieder.
Genauer:
Osterei hat “insgesamt 6”
die mittleren 2 werden abgehoben
dadurch wirkt es sichtbar plastischer
12) Länge/Planung: wie viele Ostereier-Reihen?
Geplant wird:
hellrosa
dann grün
pink
insgesamt ca. 6 Reihen Ostereier im Abschnitt
Aber: Das hängt von deinem Garn und deiner Maschenzahl ab.
Du darfst variieren:
Abstände größer oder kleiner
Ostereier dichter oder weiter auseinander
kürzere oder längere “Strecken”
Und genau das wird am Ende als “das Schöne” betont:
Es ist kreatives Stricken – nichts muss identisch sein.


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