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Patch 8: Richtungswechsel

  • Writer: HP Annette Di Fausto
    HP Annette Di Fausto
  • Dec 15, 2025
  • 3 min read

Formgefühl und „aus dem Rand heraus“ denken

Patch 8 ist das vorletzte Stück unserer Strickchallenge und fühlt sich ein bisschen an wie ein kleines Labor fürs kreative Stricken: Wir stricken nicht einfach „weiter“, sondern drehen die Perspektive. Genau das macht diesen Patch so wertvoll, weil du hier gleich mehrere Fähigkeiten trainierst, die du später für unendlich viele Projekte nutzen kannst.


Was an Patch 8 besonders ist

Dieses Stück sitzt rechts oben und bringt eine neue Qualität ins Gesamtbild: Strickrichtung und Formgebung. Du startest mit dem gelben Abschnitt, der sich bewusst verjüngt und am Ende ein Dreieck bildet, das an einen „liegenden Mond“ erinnert. Das ist nicht nur optisch spannend, sondern schult dein Gefühl dafür, wie eine Form entsteht, wenn man gezielt abnimmt.

Und dann kommt der eigentliche Aha-Moment: Aus dem Rand des gelben Teils werden blaue Maschen aufgenommen. Das heißt: Du baust eine neue Fläche nicht durch „Neustart“, sondern indem du aus dem Vorhandenen weiterarbeitest. Das ist Patchworkstricken in seiner schönsten Form: Verbinden, weiterentwickeln, organisch wachsen lassen.


Was du hier wirklich lernst (und warum das Gold wert ist)

1) Formen stricken statt nur Muster strickenDu erlebst, wie sich ein Stück verändert, wenn du die Abnahmen variierst: erst schneller (jede Reihe), dann ruhiger (jede zweite), später noch sanfter (jede vierte). Das ist Formdesign mit Nadeln. Wer das einmal verstanden hat, kann später Kragen, Schultern, Kapuzen, Spitzen, Zipfel, Schals, Tücher oder freie textile Formen „bauen“.

2) Abnahmen als GestaltungsmittelPatch 8 zeigt dir zwei Abnahmelogiken:

  • am Rand zwei Maschen zusammen,

  • oder die Variante „eine abheben, eine stricken, abgehobene darüberziehen“.Du lernst nicht nur „wie“, sondern auch „wie wirkt es“. Und genau daraus entsteht Stil.

3) Maschen aufnehmen und Reihen zählen ohne StressDu arbeitest mit Rippen als Orientierung: Bei kraus rechts entsprechen zwei Reihen einer sichtbaren Querrippe. Das macht Zählen plötzlich freundlich und machbar. Und beim Aufnehmen merkst du: Es ist okay, unregelmäßig zu verdoppeln, wenn du am Ende auf deine Zielmaschenzahl kommen willst. Das ist eine ganz wichtige Botschaft: Stricken darf präzise sein, aber muss nicht starr sein.

4) Problemlösen in Wolle: Knoten, Spannung, WerkzeugKnoten im Faden? Kann mitlaufen. Nadeln nicht perfekt spitz? Geht trotzdem. Patch 8 ist ein kleines Training in gelassener Praxis: Du bleibst im Flow und findest Lösungen, statt dich zu ärgern. Das ist eine Kompetenz, die weit über Stricken hinausgeht.



Wie wir das für weitere Projekte weiterentwickeln können

Patch 8 ist wie ein Baukasten-Teil, das du später überall wiederverwenden kannst:

  • „Mond“-Elemente als wiederkehrendes Motiv: In anderen Farben, mit Struktur (z. B. Rippe, Hebemaschen) oder als Serie über ein ganzes Tuch verteilt.

  • Randmaschen als Startpunkt: Du kannst künftig Flächen, Taschen, Kapuzen, Blenden oder „Anbauten“ aus dem Rand heraus wachsen lassen, ohne irgendwo neu anzusetzen.

  • Variable Abnahme-Kurven: Statt linearer Kanten kannst du weiche, organische Verläufe gestalten. Das ist ideal für freie Formen, asymmetrische Schals oder Kleidungsdetails.

  • Patchwork mit Richtung: Wenn Patches nicht alle „gleich laufen“, wirkt das Gesamtstück lebendiger, moderner, künstlerischer. Das ist ein Gestaltungsprinzip, das deine Arbeiten unverwechselbar machen kann.


Kleine Einladung zum Schluss

Wenn du Patch 8 strickst, strickst du nicht nur ein Stück. Du übst, wie man Ideen in Form übersetzt. Du lernst, wie man aus einem Rand eine neue Fläche wachsen lässt. Und du sammelst genau die Art von Erfahrung, aus der später eigene Designs entstehen.

Nächsten Montag kommt das letzte Stück. Und Patch 8 ist der perfekte Übergang: weniger „Muster nachmachen“, mehr „selbst gestalten“.

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