Patchwork-Stricken: Start ins Osterprojekt
- HP Annette Di Fausto

- 11 hours ago
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Das erste Quadrat (und warum der Rand so wichtig ist)
Manchmal braucht es gar nicht viel, um ein neues Projekt zu beginnen: ein Garn, das sofort „Ja“ sagt. In diesem Fall ist es ein sehr dickes, festes Garn, das mich spontan an Frühling erinnert – an Tulpenfarben, an diese kräftigen, klaren Töne, die nach dem Winter wie ein inneres Aufatmen wirken.
Genau damit starte ich unser neues Patchwork-Projekt:
das Osterprojekt, das aus 12 Quadraten bestehen soll.
Mein letztes Projekt (das Weihnachtsprojekt) hatte 9 Quadrate und war quadratisch angelegt. Diesmal wird es rechteckig: 4 × 3 Quadrate.
Ob deine Teile am Ende wirklich exakt quadratisch werden oder eher leicht rechteckig – das ist nicht dramatisch. Es verändert nur die Form des Gesamtstücks. Und Patchwork darf genau das: lebendig sein.
Das Grundprinzip: glatt rechts – und trotzdem nicht „langweilig“
Für das erste Stück stricke ich glatt rechts:
Hinreihen: rechts
Rückreihen: links
Das Garn ist ein Verlaufsgarn – es bringt von selbst Bewegung in die Fläche. Deshalb braucht es am Anfang gar kein Muster. Glatt rechts lässt die Farben sprechen und schafft eine ruhige, tragende Basis.
Der Rand: klein, aber entscheidend
Wenn wir Patchwork-Teile später direkt aneinander anstricken, brauchen wir einen Rand, der:
stabil ist,
optisch ruhig bleibt,
und gut „greifbar“ ist, wenn neue Maschen aufgenommen werden.
Darum arbeite ich mit einer einfachen, sehr effektiven Kante:
Die letzte Masche der Reihe wird nicht gestrickt, sondern abgehoben (Faden liegt vor der Nadel).
Nach dem Wenden wird die erste Masche wieder gestrickt.
Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges Maschenbild am Rand – und genau das wird später dein bester Freund, wenn du die nächsten Stücke anfügst.
Sieh dir hier das Video an:
Warum Patchwork so gut „lernen“ lässt
Ich zeige dieses Projekt bewusst so, dass du dabei Patchwork-Stricken wirklich verstehst – nicht nur nachmachst. Denn Patchwork ist im Kern das Spiel mit unterschiedlichen Materialien: mal dicker, mal dünner, mal elastischer, mal fester. Und genau deshalb wirst du (wie ich) immer wieder:
die Maschenanzahl anpassen,
die Nadelstärke verändern,
und dich am bereits gestrickten Teil orientieren.
So entsteht am Ende ein Gesamtstück, das zusammenpasst – auch wenn die Garne verschieden sind.
Maße und nächster Schritt
Das erste Stück ist bei mir schon etwas mehr als 20 cm, ich schätze ca. 25 cm. Ganz exakt messe ich, wenn ich im nächsten Video das zweite Stück direkt anstricke – denn dann muss es wirklich passen.
Material-Idee: diesmal eher Baumwolle?
Wenn du mitstrickst, habe ich eine Empfehlung: Probier für den Start gern ein besonderes Garn – und überlege, ob du diesmal eher Baumwolle statt Wolle nimmst. Baumwolle hat eine andere Festigkeit, ein anderes Fallverhalten – und genau diese Unterschiede machen Patchwork so spannend.
Und wenn du beim Stricken gern begleitet wirst: Auf meinem Kanal entsteht parallel „Wortmaschen“ – dort lese ich auch Novellen von Thomas Mann, damit du beim Handarbeiten nicht nur Maschen, sondern auch Worte im Ohr hast.
Viel Freude beim Start – und nächste Woche geht’s weiter.


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