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Berberis – Berberitze Patchworkstricken

  • Autorenbild: HP Annette Di Fausto
    HP Annette Di Fausto
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Berberis, die Berberitze, ist der zweite Patch in meinem gestrickten Heilpflanzen-Wandbehang.

Nach Arnika, die für Heilung, Verletzung und Regeneration steht, kommt nun eine Pflanze hinzu, die in Phytotherapie, Küche und Homöopathie gleichermaßen spannend ist.


Für Berberis habe ich bewusst Gelb mit schlierenartigen Farbverläufen gewählt. Diese Farbwahl verweist auf einen wichtigen homöopathischen Bezug: Berberis wird häufig mit dem Urogenitaltrakt, besonders mit Nieren, Harnwegen, Harngrieß und steinbildenden Prozessen verbunden.


Der Berberis-Patch: weniger Details aber lebendig

Der Patch wirkt zunächst ziemlich abstrakt. Die Berberitzen-Beeren und Blätter sind nicht naturalistisch ausgearbeitet, sondern stilisiert. Genau das gefällt mir an diesem Projekt:


Jeder Patch darf anders sein, jedes Pflanzenbild bekommt seinen eigenen Charakter.

Einige Details habe ich später mit Maschenstich und Kettstich ergänzt. Besonders die kleinen dunklen Punkte der Beeren lassen sich damit schön andeuten. Auch ein paar Blattadern wurden nur sparsam eingestickt, damit die Fläche ruhig bleibt und der Patch nicht zu kleinteilig wird.



Die Umrandung

Nach dem Stricken des eigentlichen Motivs habe ich eine Umrandung gearbeitet:

Zuerst wurden die Seiten kraus rechts angestrickt. Anschließend bekam der Patch noch eine äußere Umrandung. Beim Stricken in Runden bedeutet kraus rechts: eine Runde rechts, die nächste Runde links. So entsteht auch in der Runde die typische krause Struktur.

Diese Umrandung gibt dem kleinen Bild Stabilität und macht es leichter, den Patch später mit den anderen Pflanzenbildern zu verbinden.


Verbindung mit dem Arnika-Patch

Der Berberis-Patch wurde anschließend mit dem ersten Patch, Arnika, verbunden. Dafür habe ich auf einer Seite Maschen auf der Nadel gelassen und mit einem farbwechselnden Garn weitergearbeitet. Ich habe zusätzlich einige Maschen angeschlagen und die beiden Patches nach und nach miteinander verbunden.

Das Prinzip ist einfach: Auf einer Seite werden die vorhandenen Maschen genutzt, auf der anderen Seite wird jeweils aus dem Rand eine neue Masche aufgenommen und mit der Verbindungsreihe zusammengestrickt. So wächst eine stabile, dekorative Verbindung zwischen den einzelnen Bildern.

Gerade mit einem Garn wie dem Zauberball von Schoppel, das die Farben sanft wechseln lässt, entsteht ein schönes Zusammenspiel zwischen den Patches.


Berberis in Küche und Pflanzenheilkunde

Die Berberitze ist nicht nur eine homöopathische Arznei, sondern auch als Frucht interessant. Besonders in der arabischen und persischen Küche werden getrocknete Berberitzen gern verwendet. Sie schmecken angenehm säuerlich und passen wunderbar zu Reisgerichten, Hirse, Bulgur oder Couscous.

Die Beeren enthalten wertvolle Pflanzenstoffe, darunter Polyphenole. Sie werden daher auch wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften geschätzt.


Berberis in der Homöopathie

In der Homöopathie ist Berberis vor allem mit dem Nieren- und Harntrakt verbunden. Typisch sind Themen wie:

  • Neigung zu Nierensteinen oder Harngrieß

  • stechende, ziehende, ausstrahlende Schmerzen

  • Beschwerden, die in verschiedene Richtungen ausstrahlen

  • Bezug zu Blase, Niere und Urogenitaltrakt

  • auffälliger, trüber oder schlierenartiger Urin

Gerade diese Vorstellung von Schlieren, Ablagerung und Bewegung hat meine Farbwahl beeinflusst. Das Gelb steht nicht einfach nur für die Beeren oder Blüten, sondern auch für den Bezug zum Urin und zur homöopathischen Signatur dieses Mittels.


Kreativ weiterarbeiten

Das Schöne an diesem Projekt ist: Es muss nicht exakt nachgestrickt werden. Abwandlungen sind ausdrücklich erwünscht.


Wer möchte, kann aus einem Pflanzenbild mithilfe einer Verpixelung, zum Beispiel über Wooltasia, ein eigenes Zählmuster erstellen.


So entsteht nach und nach ein persönlicher Heilpflanzen-Wandbehang – zwischen Strickkunst, Pflanzenwissen und Homöopathie.


Berberis ist damit der zweite Baustein meines Projekts „Ein Mittel – ein Patch“.


Hier ein Zählmuster für Berberis, ich habe es aber abgewandelt:


Der nächste Patch wird mit C beginnen.


Welche Pflanze es wird? Das zeige ich beim nächsten Mal.

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