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Vorletzter Patch Osterchallenge

  • Autorenbild: HP Annette Di Fausto
    HP Annette Di Fausto
  • 6. Apr.
  • 5 Min. Lesezeit

Der Abschluss beim Entrelac und ein neues Stück für unsere Hasen


In der Osterchallenge geht es Schritt für Schritt weiter – und diesmal wird es gleich doppelt spannend: Zum einen zeige ich euch endlich den Abschluss des vorherigen Entrelac-Stücks, den ich beim letzten Mal noch nicht erklärt hatte. Zum anderen beginnen wir schon mit dem nächsten Abschnitt unseres Projekts.

Manchmal passiert es einfach, dass ein Detail im Video noch fehlt. So war es diesmal mit dem Abschluss der Dreiecke. Aber keine Sorge: Genau das holen wir jetzt nach. Denn gerade beim Entrelac ist der Rand ein ganz entscheidender Teil. Erst durch den passenden Abschluss wirkt das Ganze harmonisch und fertig.


Der Abschluss der Entrelac-Reihe

Wir arbeiten uns hier an der oberen Kante entlang und formen die Abschlussdreiecke. Diese entstehen ähnlich wie die Dreiecke, die wir schon zuvor gestrickt haben – nur mit dem Unterschied, dass sie gleichzeitig abgekettet oder verkleinert werden, damit eine schöne obere Kante entsteht.

Zunächst wird das erste blaue Dreieck wie gewohnt aufgebaut. Es werden nach und nach Maschen aufgenommen und gestrickt, bis die Form des Dreiecks entsteht. Danach beginnt das Abketten. Dabei merkt man schnell: Man muss gut hinschauen, damit keine der noch nötigen Maschen vergessen wird. Genau das ist ja das Besondere am Entrelac – es ist nicht schwierig im klassischen Sinn, aber es verlangt Aufmerksamkeit und ein bisschen räumliches Mitdenken.

Nach der ersten Ecke geht es mit den folgenden Abschlussdreiecken weiter. Dafür werden jeweils wieder Maschen aus dem Rand aufgenommen. Im Video zeige ich, dass man hier auf unterschiedliche Weise arbeiten kann. Einerseits kann man mit einer abgehobenen Masche und dem Überziehen arbeiten, andererseits lassen sich auch am Rand jeweils zwei Maschen zusammenstricken. So verkleinert sich das Stück Schritt für Schritt, bis ein sauberes kleines Abschlussdreieck entsteht.

Besonders schön ist dabei zu sehen, wie die Maschen auf der Nadel immer weniger werden und sich das kleine Dreieck sichtbar formt. Genau diese Momente machen beim Stricken oft Freude: Wenn aus einer zunächst etwas technischen Abfolge plötzlich eine klare, schöne Form entsteht.


Kleine Fehler dürfen sein

Im Video zeige ich übrigens auch ganz offen, dass ich an einer Stelle noch einmal zurückgehen musste. Ich hatte anfangs vergessen, die ersten beiden Maschen zusammenzustricken und habe das Stück deshalb noch einmal zurückgenommen, die Maschen aber direkt wieder aufgefangen.

Das gehört für mich ganz selbstverständlich zum Stricken dazu. Nicht alles muss auf Anhieb perfekt laufen. Gerade bei einem Muster wie Entrelac darf man sich erlauben, langsam zu arbeiten, noch einmal zurückzugehen und den eigenen Weg zu finden. Das ist kein Scheitern, sondern Teil des Prozesses.


Der letzte Abschluss: ein wenig Gefühl statt starrer Regel

Beim letzten Dreieck am Rand zeigt sich besonders schön, dass man nicht alles schematisch arbeiten muss. Dort kann man nicht einfach exakt so weiterstricken wie bei den mittleren Abschlussdreiecken. Stattdessen muss man ein wenig schauen: Wie wirkt die Form? Wird die Spitze zu schmal? Entsteht eine schöne Ecke?

Genau hier kommt Erfahrung, Blick und Gefühl ins Spiel. Ich habe mich im Verlauf dafür entschieden, an manchen Stellen etwas anders abzunehmen, damit das letzte Dreieck nicht zu spitz und winzig wird. Gerade bei einem dickeren Baumwollgarn, das nicht besonders elastisch ist, wirkt ein zu kleines Abschlussdreieck schnell hart oder unruhig. Deshalb darf man hier ruhig anpassen.

Das ist überhaupt ein schöner Gedanke beim Stricken: Nicht jede Anleitung muss millimetergenau umgesetzt werden. Manchmal ist das beste Ergebnis gerade dann erreicht, wenn man auf das Material hört und auf das schaut, was optisch stimmig wirkt.


Hier das Youtube Video:


Am Ende wird sowieso noch umhäkelt

Auch wenn Abschlüsse beim Entrelac manchmal ein kleines bisschen haarig wirken: Am Ende wird das Ganze ja noch umhäkelt. Dadurch bekommt das Projekt noch einmal Ruhe und einen sauberen Rahmen. Kleine Unregelmäßigkeiten gleichen sich dann oft wunderbar aus, und das fertige Stück sieht einfach rund und gelungen aus.

Deshalb mein Rat: Lasst euch von den Abschlussdreiecken nicht abschrecken. Sie sind vielleicht der kniffligste Teil, aber sie lohnen sich. Und spätestens mit der späteren Umrandung fügt sich alles sehr schön zusammen.


Das nächste Stück für unsere Hasen

Nach dem Entrelac-Abschluss geht es im Video schon mit dem nächsten Teil weiter. Draußen ist Frühling, sogar eine kleine Biene schaut vorbei – und genau diese frische, lebendige Stimmung passt wunderbar zu unserem Osterprojekt.

Für das neue Stück habe ich zunächst Maschen aus dem Rand aufgenommen: einmal 45 Maschen aus einer Kante und ebenfalls 45 aus der anderen. Bei einem anderen Abschnitt, der mit Nadelstärke 8 gearbeitet wurde, waren es ursprünglich weniger Maschen, sodass ich beim Weiterarbeiten anpassen musste. Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass man beim Übergang zwischen verschiedenen Flächen oder Garnstärken manchmal umdenken muss.

Hier gilt also nicht einfach stur eine feste Zahl, sondern man schaut, wie breit das gestrickte Stück tatsächlich geworden ist und passt die Maschenzahl entsprechend an. In meinem Fall waren 44 Maschen stimmiger als 45, weil das Stück recht breit ausgefallen war.


Kraus, glatt und schön geformt

Das neue Stück wird abwechselnd kraus und glatt rechts gestrickt, dazu in verschiedenen Farben. So entsteht wieder eine lebendige Struktur, die sehr gut in unser Gesamtprojekt passt.

Besonders interessant ist hier die Art der Abnahme. Anders als bei einem anderen Stück, bei dem mehrere Maschen auf einmal zusammengeführt wurden, habe ich diesmal mit seitlichen Abnahmen gearbeitet. Kurz vor dem Ende der Reihe werden zwei Maschen rechts zusammengestrickt, und zu Beginn der nächsten Reihe wird eine Masche abgehoben und überzogen. Dadurch entsteht ein ganz anderer Abnahmestreifen – feiner, klarer und mit eigener Struktur.

Genau solche kleinen Variationen machen Patchwork- und Osterprojekte spannend. Man sieht, dass sich schon durch eine leicht veränderte Abnahmetechnik die Wirkung eines Stücks stark verändern kann.


Stricken mit Freiheit

Was ich an diesem Projekt besonders liebe: Es zeigt, dass Stricken nicht nur aus dem exakten Nacharbeiten von Reihen besteht. Natürlich gibt es Techniken, Maschenzahlen und Regeln. Aber gleichzeitig gibt es immer wieder Momente, in denen man selbst entscheiden darf:

Wann nehme ich ab?Wie schmal soll die Spitze werden?Welche Maschenzahl passt für mein Garn und meine eigene Spannung?Und wie soll die Struktur am Ende aussehen?

Gerade dadurch wird das Ganze lebendig. Das Projekt wächst nicht nur nach Anleitung, sondern auch durch deine eigene Hand und deinen Blick.


Fazit

In diesem Teil der Osterchallenge haben wir einen wichtigen Schritt geschafft: den Abschluss der Entrelac-Reihe. Dabei wurde deutlich, dass dieser Rand zwar etwas anspruchsvoller ist, aber mit etwas Ruhe und Aufmerksamkeit sehr gut gelingt. Außerdem haben wir schon das nächste Stück begonnen und dabei wieder gesehen, wie viel Gestaltungsspielraum im Stricken steckt.

Ich finde, genau das macht den Reiz dieser Challenge aus: Wir lernen Techniken, wir probieren aus, wir korrigieren, wir passen an – und am Ende entsteht Stück für Stück etwas ganz Eigenes.

Ich wünsche dir viel Freude beim Nachstricken. Und wenn bei dir ein Abschlussdreieck ein klein wenig anders wird als bei mir: umso besser. Dann wird dein Stück ganz besonders dein eigenes.

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